(03.11.2014) Wie wir im August berichteten, sind Immobilienfonds im Rahmen AIFM-regulierter Sachwertanlagen zur Zeit die größte Anlageklasse der sich im Vetrieb befindlichen Beteiligungsangebote (AIF).
Waren es bisher aber vor allem kleinere Emissionshäuser, die Fonds nach der AIFM-Richtlinie aufgelegt haben, kommen jetzt nach und nach die großen Initiator mit neuregulierten Produkten, wie zum Beispiel Dr. Peters, Hannover Leasing und Real I.S..
Die neuen AIF nach KAGB müssen allerdings nicht nur die Prüfung durch die BaFin bestehen, sondern auch Vertriebe, Vermittler und Anleger überzeugen. Initiatoren und Vertriebe sprechen von einer positiven Entwicklung.
Derzeit sind schon ein Viertel aller geschlossenen Fonds, die nach neuem Recht ausgerichtet sind im Vertrieb. Scope Ratings erfasst einschließlich Oktober 52 geschlossene Publikumsfonds für Privatanleger, zwölf davon sind Alternative Investmentfonds (AIF). Die verbleibenden 40 Fonds wurden nach altem Recht aufgelegt, dürfen aber aufgrund von Übergangsregelungen weiter vertrieben werden - oder fallen aus anderen Gründen nicht unter das KAGB (z.B. Betreibermodelle).
Die sich im Vertrieb befindlichen AIF verteilen sich wie folgt:
- 5 Immobilienfonds
- 4 Private-Equity-Fonds
- 2 Flugzeugfonds und
- eine Beteiligung aus dem Bereich Erneuerbarer Energien
Das geplante Eigenkapitalvolumen der zwölf Alternativen Investmentfonds, so Scope, summiert sich auf mehr als 1 Mrd. EUR. Die vier Fonds „Großen“ Marktteilnehmer Dr. Peters, Hannover Leasing, Jamestown und Real I.S. machen zusammen rund drei Viertel des geplanten Eigenkapitalvolumens sämtlicher AIF aus.
Die Zahl der zugelassenen AIF nimmt Fahrt auf. Zahlreiche Initiatoren haben weitere Produkte in der Vorbereitung und warten zum Teil nur auf die finale Gestattung der BaFin. Laut Scope Ratings gibt es derzeit 27 konkret in Konzeption befindliche Fonds. 14 Beteiligungen (mehr als die Hälfte als) sind Immobilienfonds.
